04.05.2012

AWO-Chef Beyer rügt Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen

Landesvorsitzender Thomas Beyer zum Europäischen Protesttag am 5. Mai 2012: „Aktive Teilhabe nicht länger vorenthalten!“

 

Verstärkte Anstrengungen zur umfassenden gesellschaftlichen Inklusion von Menschen mit körperlichen, psychischen und geistigen Einschränkungen fordert der Landesvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt in Bayern Thomas Beyer anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am morgigen Samstag (5. Mai 2012). „Noch immer werden behinderte oder psychisch kranke Menschen ausgegrenzt und ihnen eine aktive Teilhabe in der Gesellschaft vorenthalten“, rügt Beyer.

 

Die Angleichung der Lebensbedingungen für behinderte und psychisch kranke Menschen und ihre Inklusion in der Gesellschaft sei eines der grundsätzlichen Ziele der AWO, betont Beyer. Die gesetzlichen Leistungen zur Eingliederung müssten unabhängig von Ursache und Art der Behinderung erfolgen, so Beyer weiter. Daneben müsse sich der Anspruch auf ganzheitliche und dauerhafte Rehabilitation zuallererst an den individuellen Bedürfnissen des Einzelnen orientieren. Beyer: „Die personenzentrierte und nicht die institutionenzentrierte Hilfe muss Vorrang haben“.

 

„Menschen mit Behinderungen haben zu Recht den Anspruch an uns, dass wir ihnen ermöglichen, selbstverantwortlich und so weit wie möglich selbständig zu leben“, so Beyer abschließend.